Unser Titelfoto wurde wenige Monate nach der Gründung der Friends of HOREMI aufgenommen. Wir haben es für diesen Beitrag nochmals ausgewählt, weil trotz der unglaublichen Entwicklung von HOREMI in den letzten zwei Jahren die tägliche Versorgung mit Nahrung immer noch eine große Herausforderung ist.
Etwa 80 Prozent der Bevölkerung in Ost-Afrika hängt direkt von der Landwirtschaft ab. Was für uns das tägliche Brot ist, ist in Uganda der Maisbrei. Und der wird aus ähnlichen Gründen immer teurer, wie bei uns die Brezel oder das Frühstücksbrötchen. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir (zur Not) auch ohne Brezeln auskommen, HOREMI aber nicht ohne Mais. Die Versorgung der Waisenkinder mit Nahrung ist durch die Patengelder zwar gesichert. Aber es ist absehbar, dass die finanziellen Spielräume künftig enger werden.

Kenneth und Naume, die Macher von HOREMI, haben uns daher gebeten, sie bei ihrem langfristigen Plan zum Ausbau ihrer Selbstversorgung und der Verbesserung ihrer bislang eher nebenher betriebenen Landwirtschaft zu unterstützen. Ihnen liegt viel daran, durch eigene Initiativen und Anstrengungen unabhängiger von Spendengeldern zu werden. Angesichts des weiteren Wachstums von HOREMI und seiner Schule ist eine größere Unabhängigkeit von launischen lokalen Märkten notwendig.

HOREMI will ohne den auch in Uganda allgegenwärtigen, teuren Kunstdünger auskommen und stattdessen auf einen nachhaltigen Anbau von Mais, Erdnüssen und weiteren lokalen Feldfrüchten setzen. Mit zusätzlichen Flächen, den Böden angepasstem Saatgut, sinnvoller Bewässerung und weiteren zukunftsfähigen Methoden im Ackerbau und in bodenschonender Landnutzung (apropos Boden: um ihn zu schützen, hat HOREMI ein eigenes Plastik-Cleanup-Projekt gestartet). Überdies ließen sich bei einer deutlichen Steigerung der Ernteerträge auch mehr landwirtschaftliche Produkte verkaufen und dadurch ein zusätzliches Einkommen sichern. Ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Selbstständigkeit.
Wir als Verein recherchieren aktuell lokale landwirtschaftliche Schulungsangebote, um das HOREMI-Team auch inhaltlich bestmöglich zu unterstützen, das Projekt „Eigenes Essen“ auf fruchtbaren Boden zu stellen und für die Auswirkungen des Klimawandels fit zu machen. Der initiale Aufwand für Schulungen, Pacht, Saatgut, Bewässerungstechnik etc. ist jedoch aus dem laufenden Budget nicht zu stemmen. Danke für Eure Hilfe zur Selbsthilfe!
Wir wünschen allen Unterstützerinnen und Unterstützern von HOREMI eine schöne Weihnachtszeit!
Möchten Sie den HOREMI-Kindern ein wenig unter die Arme greifen? Hier können Sie schnell & einfach spenden. Vielen Dank!
Alle Spenden-Möglichkeiten finden Sie auf unserer Spenden-Seite.
