Ein neues Programm von HOREMI gilt der Umwelt und ihrer Sauberkeit — und damit auch der Erhaltung von Gesundheit und Lebensgrundlagen der Community. Dafür hat die Hilfsorganisation vor allem dem Plastikmüll den Kampf angesagt …
Was geht denn da vor sich? Eine große Schar Kinder in Schuluniformen sowie ein rundes Dutzend Erwachsene ziehen mit großen Zweigbüscheln und Säcken bewaffnet durch die Dorfstraße von Busoozi — und das unter viel Gelächter, Geplapper und mit eifrigen Mienen. Um einen gewöhnlichen Schulausflug handelt es sich wohl kaum. Und in der Tat: Zu sehen sind Lehrkräfte und Schüler von HOREMI, die gemeinsam in wichtiger Mission unterwegs sind — sie wollen die Straßen in den umliegenden Gemeinden von Plastikmüll befreien. Heute ist die Premiere und sie findet vor dem Handelszentrum von Busoozi statt.

Denn HOREMI hat sich nicht nur die Unterstützung bedürftiger Menschen auf die Fahnen geschrieben, sondern auch den Schutz der Umwelt. Schon vor einiger Zeit hatten Naume und Kenneth die Idee, in der Gemeinde etwas gegen die enorme Plastikverschmutzung zu unternehmen. „Uganda hat bereits Hunderte Hektar Land aufgrund der Belastungen mit Plastik und Polyethylen verloren“, erklärt Naume. „Da unser Land aber weitgehend von der Landwirtschaft abhängig ist, werden dadurch wertvolle Ressourcen verschwendet, gesunde Böden zerstört.“ Zudem wissen die meisten Leute gar nicht, wie schädlich Plastik ist, wie giftig und wie unendlich lange haltbar. Auch das will HOREMI daher den Menschen mit seinen Cleanup-Einsätzen vermitteln.

Bislang stand jedoch der Kampf fürs tägliche Überleben von 30 Waisenkindern und der Aufbau einer eigenen Schule im Vordergrund. Aber inzwischen hat sich HOREMI dank Spenden aus Deutschland enorm entwickelt. Damit war die Zeit reif für das eigene Umweltprogramm, fanden Naume und Kenneth. „Ziel ist es nicht nur, die Gemeinden von gefährlichem Müll zu befreien“, so Naume. „Wir wollen auch sehr kranke, alte oder behinderte Menschen bei der Hausarbeit und der Reinigung ihrer Häuser unterstützen.“
Inzwischen ging das Programm, wie uns die Bilder aus Uganda zeigen, erfolgreich in die erste Runde. Fast alle Lehrer, die Köche, Putzkräfte und der HOREMI-Vorstand waren dabei und vier Stunden lang am Werk – eine 82 Personen starke Einsatztruppe. „Wie viel genau wir gesammelt haben, kann ich nicht einmal sagen“, so Naume“. “Aber es kam eine Menge zusammen.”

Die Menschen in Busoozi jedenfalls sahen den Unterschied genau. “Die Gemeinde war so überrascht wie glücklich, dass wir uns für die Sauberkeit ihrer Straßen einsetzen“, erzählt der Lehrer Joseph Opio. “Einer der Ladenbesitzer lobte die Kinder sehr dafür und gab uns als Zeichen seiner Wertschätzung sogar etwas Geld und verteilte Brot.”

Mindestens ein‑, besser zweimal pro Monat möchte HOREMI weitere solche Aktionen für die Umwelt durchführen. Der zweite Streich folgte daher bereits eine Woche später. Da nahm sich die Cleanup-Truppe mit gleicher Gründlichkeit die Dorfstraßen von Butyabule vor.
Allerdings: Für die dauerhafte Fortsetzung der Aktion braucht es eine noch bessere Ausrüstung, damit die Kids und erwachsenen Helfer bei ihrem Einsatz selbst gesund bleiben, also etwa Greifzangen, Transportsäcke oder Schubkarren und ein paar Hacken, um im Boden steckendes Plastik auszugraben. Nicht zu vergessen Trinkflaschen, damit die Kinder während des Einsatzes genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Ohne Geld kann eben auch der beste gute Wille nichts bewirken. Mit Spenden können und wollen wir HOREMI daher auch bei dieser Initiative zum Wohl der gesamten Community unterstützen.
Möchten Sie den HOREMI-Kindern ein wenig unter die Arme greifen? Hier können Sie schnell & einfach spenden. Vielen Dank!
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